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    Laschen ist Hafenarbeit!

    Verkehr

    Laschen ist Hafenarbeit!

    Beschluss der Bremischen Bürgerschaft vom 21.09.2017

     
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di begrüßt den heutigen Beschluss der Bremischen Bürgerschaft zum Thema „Laschen ist Hafenarbeit“.

    Der Beschluss fordert den Senat der Freien Hansestadt Bremen auf, sich mit den Bundesländern Niedersachsen und Hamburg zu verständigen, die Ladungsbefestigung durch die Schiffsbesatzungen in den norddeutschen Häfen zu untersagen. Darüber hinaus sollen die Wach- und Ruhezeiten der Seeleute intensiver überwacht werden.

    Der ver.di-Bundesfachgruppenleiter Maritime Wirtschaft Torben Seebold dazu: „Dieser Beschluss ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung im Hinblick auf die Sicherung Arbeitsplätze in den Häfen vor dem Hintergrund bevorstehender Automatisierung und ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Seeleute.“

    Dieser Beschluss ist durch die intensive Arbeit des Kollegen Uwe Schmidt (MdBB), dem hafenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Elias Tsartilidis und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Björn Tschöpe vorangebracht worden. Das weitere Vorgehen der norddeutschen Länder muss jetzt abgestimmt werden, damit die Sicherheit der Seeleute und die Sicherung der Arbeitsplätze in den Häfen zu einem für alle Beteiligten positiven Abschluss kommt.

    Der ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Verkehr in Niedersachsen/ Bremen Stefan Schubert führt hierzu aus: „Der Beschluss der Bremischen Bürgerschaft zum Thema Laschen ist Hafenarbeit unterstützt unsere langjährige Arbeit im Sinne der Beschäftigten in den Häfen. Die Bremische Bürgerschaft hat hier den wichtigen politischen Anstoß gegeben, der sich allerdings in den Küstenländern fortsetzen muss, damit einheitliche Arbeitsbedingungen entstehen und Bremen hierdurch kein Wettbewerbsnachteil entsteht.“

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft wird diesen politischen Prozess unterstützen und fordert die norddeutschen Bundesländer auf, sich dem Beschluss der Bremischen Bürgerschaft anzuschließen, damit das unverantwortliche Handeln der Reeder gegenüber den Seeleuten und Beschäftigten in den Häfen beendet wird.