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    Gleiches Geld für gleiche Arbeit

    Soziale Arbeit

    Gleiches Geld für gleiche Arbeit

    Aktion Beschäftigter aus Sozialen Berufen bei der Bremer Finanzsenatorin am 25.09.2017

    Bremen: Die Gewerkschaft ver.di ruft Beschäftigte aus sozialen Arbeitsbereichen in Bremen auf, sich am Montag, den 25. August um 12.45 Uhr auf dem Rudolf-Hilferding-Platz (Finanzamt Bremen) zu treffen. Im 500. Jahr der Reformation wollen sie dort „Thesen zum Thema Gleiches Geld für Gleiche Arbeit“ an die Tür der Finanzsenatorin nageln.

    Die Beschäftigten in der Sozialverwaltung, dem kommunalen Teil des Jobcenters, Teile der Sozialarbeiter*innen beim Amt für Soziale Dienste (AfSD) und bei vielen Trägern der Sozialen Arbeit in Bremen bekommen deutlich weniger Geld, als ihre Kolleg*innen in Bremerhaven und dem niedersächsischen Umland.

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, diesen Grundsatz fordern sowohl die SPD als auch die Grünen in ihren Bundestagswahlprogrammen für Leiharbeit ein. Für ihre eigenen Beschäftigten und den Bereich der Sozialen Arbeit im Land Bremen setzen sie ihn nicht um. Im Rot-Grünen Koalitionsvertrag steht der Auftrag zu prüfen ob es möglich ist, die ungleiche Bezahlung im Jobcenter anzunähern. Wir haben geprüft und festgestellt, dass der Tarifwechsel des AfSD im Ermessen des Bremer Senats liegt. Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVÖD) kann mit ver.di vereinbart werden“, erläutert hierzu der ver.di Gewerkschaftssekretär Ingo Tebje.

    „Meine Kollegen und ich verdienen bis zu 500 € weniger als unsere Kollegen von der Bundesanstalt für Arbeit. Das empfinden wir zutiefst ungerecht und demotivierend“, ergänzt hierzu Matthias Tölle, ver.di-Betriebsgruppensprecher im Jobcenter Bremen.

    „Noch schlechter sieht es bei vielen Trägern in der sozialen Arbeit aus. Dort haben wir häufig Bezahlungen deutlich unterhalb des Tarifvertrages der Länder (TV-L). Und dann wundern sich die politisch Verantwortlichen, dass zum Beispiel Assistenzkräfte für beeinträchtigte Kinder in Schulen und Kitas nicht mehr zu finden sind“, ärgert sich der zuständige Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker.