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    Bei Wind und Wetter: 24 Stunden vor dem Landtag

    Beamtinnen und Beamte

    Bei Wind und Wetter: 24 Stunden vor dem Landtag

    Landesfachgruppe Feuerwehr Niedersachsen/Bremen

    Gleich 24 Stunden lang sah sich der neu gewählte Landtag in Hannover bei seiner ersten Sitzungswoche mit den Forderungen der Berufsfeuerwehrleute in Niedersachsen konfrontiert.

    Eisiger Wind, Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt, die Witterungsbedingungen waren bei der 24-Stunden Demo der ver.di Fachgruppe Feuerwehr Niedersachsen/Bremen am 13. Dezember vor dem Landtag in Hannover alles andere als günstig. Doch wenn sich Feuerwehrleute etwas vorgenommen haben, dann ziehen sie es auch durch! Direkt vor dem Landtag, in unmittelbarer Nähe zu den „Göttinger Sieben“, wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, Zelte aufgebaut, ver.di-Fahnen gehisst und eine Feuerstelle eingerichtet, um 24 Stunden lang den Politikern und der Öffentlichkeit unsere Forderungen mit verschiedenen Aktionen zu präsentieren und gleichzeitig Unterschriften zu sammeln, die am nächsten Tag an die Politik übergeben werden sollten. Den gesamten Zeitraum war auch die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Landeshauptstadt dabei. Außerdem kamen viele Kollegen, Freunde und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für einige Zeit zum Landtag, um so die Aktion zu unterstützen und ihre Solidarität zu bekunden. Um 15:00 Uhr schmücke der Landesbeamtenausschuss den Tannenbaum für die Tannenbaumaktion am nächsten Tag.

    Auch die Presse sowie Radio und Fernsehen waren an der Demo sehr interessiert, während des ganzen Tages waren immer wieder Journalisten sowie Radio- und Fernsehteams vor Ort und berichteten über uns. Das Medienecho war insgesamt sehr erfreulich. Die Landespolitik, an die sich unsere Forderungen ja in erster Linie richten, stelle sich unseren Fragen und diskutierte die Forderungen mit den Teilnehmern. Im Laufe des Tages kamen Vertreter aller Fraktionen zu uns, darunter Ministerpräsident Stephan Weil und Inneninister Boris Pistorius. 10 Kollegen übernachteten trotz der widrigen Wetterverhältnisse vor Ort im Zelt und ließen das „Forderungsfeuer“ nicht ausgehen. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen, die zum Gelingen dieser Demo beigetragen haben.

    Das fordern wir:

    • Verbesserung der finanziellen Bedingungen durch Wiedereinführung der Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld).
    • Die Ruhegehaltfähigkeit der Feuerwehrzulage muss wieder eingeführt werden.
    • Erhöhung der Feuerwehrzulage, die Erhöhung um 5,67 € / Monat nach mehr als 20 (!) Jahren ist bei Weitem nicht ausreichend.
    • Erhöhung der Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten (DUZ). Die letzte Erhöhung wird von den Kolleginnen und Kollegen nicht als Wertschätzung ihrer Arbeit angesehen.
    • Beibehaltung des Anwärtersonderzuschlags über den 31.12.2018 hinaus und gleichzeitige Erhöhung auf 90% der Anwärterbezüge.
    • Verbesserungen an den Feuerwehrschulen in Niedersachsen.
    • Alle Feuerwehr-Dienstposten sind Feuerwehrdienst (Änderung des § 115 Abs. 2 „Feuerwehreinsatzdienst in Feuerwehrdienst“).
    • Änderung der Rechtsaufsicht über die Feuerwehren.