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    Bäder

    Schwimmflügel für die Sportdeputierten - Aktion in Bremen am 17.10.2017

    Tarifrunde Bremer Bäder 2017

     
    Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Bremer Bäder GmbH auf, sich am Dienstag, den 17. Oktober um 15.30 Uhr vor dem „Europapunkt“ an der Seite der Bremer Bürgerschaft zu treffen.

    Hier werden die Beschäftigten szenisch darstellen, wie es um den Schwimmnachwuchs in Bremen gestellt ist. Im Anschluss findet ein Besuch der Deputationssitzung Sport statt, um den Sportdeputierten Schwimmflügel zu übergeben. Ingo Tebje, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär: „Ohne ausreichende Bäderbeschäftigte funktioniert kein Bäderkonzept und kein Kind lernt schwimmen. Der Bremer Bäder GmbH laufen die Leute weg, gerade junge und gut qualifizierte Kollegen wandern ins norddeutsche Umland ab.“

    Deshalb erwarten die Beschäftigten von den zuständigen Ressorts Sport und Finanzen, dass sie ihren Mitarbeitern endlich ein Angebot vorlegen, dass perspektivisch schrittweise in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD) führt. Nach den ersten beiden Verhandlungsrunden gab es nicht mal ein Angebot, dass das weitere Öffnen der Entgeltschere zum TVÖD verhindert hätte.

    Mit Kampfente zum Rathaus ver.di Mit Kampfente zum Rathaus

    Die Entgeltschere beträgt bei Fachangestellten für Bäderbetriebe bis zu 500 € und bei den Verwaltungs- und anderen Servicemitarbeitern sieht es auch nicht besser aus. Schulschwimmbegleiter*innen, die die Verantwortung für die Sicherheit ganzer Schulklassen, bei den Fahrtwegen und während des Umkleidens haben, werden mit 9,50 € „entlohnt“, was selbst bei Vollzeitbeschäftigung nicht armutssichernd ist.

    „Die Kollegen sind es leid neben ihren anstrengenden Job bei den Bremer Bädern noch zusätzlich jobben zugehen, um sich und ihren Familien auch mal was leisten zu können. Gleiches Geld, für gleiche Arbeit ist doch wohl das Mindeste. Ansonsten können die Rot-Grünen Politiker doch gerne bis zur Bürgerschaftswahl vorbeikommen, um uns zu erklären warum unsere Arbeit weniger wert ist, wie in Bremerhaven und in den niedersächsischen Umlandkommunen“, beschreibt Martina Heße, Betriebsratsvorsitzende der Bremer Bäder GmbH, die Stimmungslage im Kollegium.