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    Bekämpfung der Kita-Krise ist Gesamtaufgabe des Senats!

    Soziale Arbeit

    Bekämpfung der Kita-Krise ist Gesamtaufgabe des Senats!

    Mit der Finanzierung aller notwendigen Maßnahmen ist dies auch ohne Gruppenvergrößerungen machbar!

    Bremen: Die Gewerkschaft ver.di hat am 16. Mai um 9.30 Uhr alle Eltern und Beschäftigten der Bremer Kita-Bereiche ab 9.30 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Bremer Rathaus aufgerufen. Mit gut 500 Teilnehmer*innen war es ein deutliches Zeichen der Eltern und Beschäftigten gegen eine Gruppenvergrößerung.

    Der ver.di Sekretär Ingo Tebje machte deutlich:„Die Schuld an der derzeitigen Kita-Krise hat der Senat in seiner Gesamtheit. Senatorin Anja Stahmann trägt mit ihrem damaligen Rechenspielertrick, den Krippenausbau mit dem 4. Quartalskind runterzurechnen, Teilverantwortung an der jetzigen Kita-Krise. Bürgermeister Carsten Sieling hat mit seiner Entscheidung, die Ressorts Kinder und Bildung zusammenzulegen, den nächsten Baustein geliefert. Die aktuellen Aussagen der Finanzsenatorin Linnert, dass trotz sprudelnder Steuereinnahmen beim Bund und in Bremen, kein zusätzliches Geld zur Bekämpfung der Kita-Krise da wäre, ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern und Beschäftigten. Zur Sicherstellung der rechtlichen Ansprüche von Eltern, Kindern und Beschäftigten muss auch jenseits des Sanierungspfades, wie auch bei der Flüchtlingskrise, die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

     

     
    Laut Aussagen von Senatorin Bogedan, Bürgermeister Sieling und Finanzsenatorin Linnert auf der Protestveranstaltung, will der Senat an seinem Vorhaben, die Gruppengrößen befristet für drei Jahre auf 21 Kinder zu erhöhen, festhalten. Die Teilnehmer*innen des Protestes haben deutlich gemacht, dass sie den Widerstand fortführen werden, falls sich der Senat nicht auf Eltern und Beschäftigten zubewegt.

    „Wir brauchen sofort mehr Geld um die notwendigen Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, um ggf. weiter Not- und Übergangsräumlichkeiten für Kitagruppen einzurichten und um die Belastung des pädagogischen Personals zu senken. Die Mittel für Sprachförderung, Integration und Inklusion müssen dringend dauerhaft erhöht und verstetigt werden“, stellte dazu Ingo Tebje klar.

    Wer die Bildungschancen der Kinder in Bremen verbessern will, muss das 21. Kind verhindern und stattdessen mit ausfinanzierten Maßnahmenpaketen gemeinsam mit Eltern und Beschäftigten Lösungswege angehen.