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    Sozialpolitische Perspektiven nach der Bundestagswahl - Jubilarehrung …

    Ortsverein Landkreis Diepholz

    Sozialpolitische Perspektiven nach der Bundestagswahl - Jubilarehrung im Landkreis Diepholz

    Wie sehen unsere sozialpolitischen Perspektiven nach der Bundestagswahl aus? Unter diesem Motto stand die Rede von Tim Felder-Roussety, dem Sekretär des ver.di-Gewerkschaftsrats anlässlich der diesjährigen Ehrung der langjährigen Gewerkschaftsmitglieder am Samstag, den 28.10.2017, im Hotel zu Börse in Twistringen. Rosig werde es nicht mit Jamaika, aber es gebe auch Hoffnung, so Felder-Roussety. Insbesondere für die Anhebung des Rentenniveaus, einer unserer Hauptforderungen in der aktuellen sozialpolitischen Debatte, werde es nicht leichter, zumal die bisherigen Reformen unter schwarz-rot in keinster Weise ausreichend gewesen seien. Aber auch die Tatsache, dass der Bundestag so rechts ist wie noch nie und Frauen deutlich untererrepräsentiert sind, gibt dem Gewerkschafter zu denken. Es werde schwieriger unseren politischen Forderungen Gehör zu verschaffen. Dennoch müssen wir alle Anstrengungen unternehmen der Ausgrenzung und Diffamierung unsere Solidarität gegenüberzustellen und unsere Ideen zur Verbesserung von Arbeitnehmerrechten weiterhin in die politische Debatte einzubringen. „Gewerkschaftsmitglied zu sein, heißt solidarisch zu handeln und jeden Tag für soziale Gerechtigkeit einzustehen – im Betrieb, in der Verwaltung, in den Dienststellen und in der Gesellschaft.“

    Die geehrten Jubilare. Mareike Stickdorn Die geehrten Jubilare.

    Ortsvereinsvorsitzender Ludwig Stöver konnte berichten, wie Gewerkschaft vor Ort ebenfalls in der politischen Debatten Akzente setzen kann. Im Landkreis Diepholz habe man es als ver.di geschafft die Rückführung der ehemals kommunalen und nun teilprivatisierten Krankenhäuser in die Hände des Landkreises zu befördern, indem man sich aktiv zu Wort gemeldet habe. Ein derartiger Erfolg zeigt, wie wir auch vor Ort politisch agieren und sichtbar sein können. „Wir haben mit unseren Initiativen und Aktivitäten offensiv und nachhaltig für die Kommunalisierung gekämpft. Ohne ver.di vor Ort hätte es diese Entwicklung nicht gegeben!“, so Stöver.

    Im Anschluss an den Tätigkeitsbericht des Ortsvereins und die Festrede nahm der Ortsvereinsvorstand gemeinsam mit Tim Felder-Roussety die Ehrungen vor.

    Geehrt wurden:

    50 Jahre Mitgliedschaft: Gunter Hinke, Helmut Möller, Frank Reglin

    40 Jahre Mitgliedschaft: Manfred Keimer, Detlef Klusmeyer, Mechthild Martin, Heinfried Schumacher, Irmgard Sieber, Friedrich Strauß, Wilhelm Hische, Winfried Stöcker, Heinrich Warner

    25 Jahre Mitgliedschaft: Ingrid Budelmann, Christa Schlüterbusch, Jürgen Wahser, Annette Schmalz, Klaus Kunkel, Hans Günther Barg