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    Tarifverhandlung bei den Bremer Bädern abgebrochen

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    Tarifverhandlung bei den Bremer Bädern abgebrochen

    Tarifrunde Bremer Bäder 2017

     
    Vor der Tarifverhandlung haben die Beschäftigten der Bremer Bäder heute vor dem Rathaus deutlich gemacht, dass sie eine klare Positionierung des Senates zur Zukunft der Beschäftigten bei den Bremer Bädern erwarten. Dort verdienen die Fachangestellten für Bäderbetriebe in der Endstufe fast 500 € weniger als ihre Kolleg*innen im niedersächsischen Umland und in Bremerhaven.

    Das Angebot der Arbeitgeberseite beinhaltete ein „Drei-Phasenmodel“, dass weiterhin nur Lohnerhöhungen von 2% in diesem und 1% im nächsten Jahr vorsah. Für 2019 sollte eine Konsolidierungsphase eintreten, um Mehrkosten durch eventuelle Personalüberhänge während der bevorstehenden Umbauphasen zu kompensieren. Diese sollte gegebenenfalls durch Arbeitszeitabsenkung mit vollem Lohnausgleich gestaltet werden. Danach wurde ein Einstieg in ein neues Tarifmodel in Aussicht gestellt, welches inhaltlich aber weiterhin sehr vage bleibt und nicht der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVÖD) sein soll.

    Mit Kampfente zum Rathaus ver.di Mit Kampfente zum Rathaus

     
    Obwohl die Arbeitnehmerseite bereits mehrfach von der Geschäftsführung ein schlüssiges Personalkonzept für die Umbauphasen eingefordert hatte, damit mögliche Personalüberhänge überhaupt einschätzbar sind, wurde dieses erneut nicht vorgelegt.

    Ingo Tebje, ver.di Gewerkschaftssekretär: „Das vorgelegte Bäder- und Personalkonzept 2018-21 wirft mehr Fragezeichen als Antworten auf. Auf dieser Basis sind keine weiteren Verhandlungen möglich.“ „Ein Zukunftspakt Bremer Bäder ist nur möglich, wenn der Bremer Senat sich zur schrittweisen Einführung des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes bekennt“, macht dazu der ver.di Verhandlungsführer Oliver Bandosz deutlich. „Ansonsten bleibt es halt bei einer normalen Lohnrunde mit unserer Forderung nach 6%, damit sich die Entgeltschere nicht weiter öffnet“, ergänzt der zuständige Gewerkschaftssekretär Ingo Tebje.