Fachbereich B: Gemeinden

    ver.di übt scharfe Kritik

    Kitas Nds.-Bremen

    ver.di übt scharfe Kritik

    ver.di kritisiert erneute Verlängerung der Notverordnung in den Kitas in Niedersachsen bis zum 31. Juli 2023
    Mehr Vertrauen braucht Mehr Zeit ver.di ver.di kritisiert erneute Verlängerung der Notverordnung in den Kitas in Niedersachsen bis zum 31. Juli 2023


    Der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen Bremen übt scharfe Kritik an der von der neuen Landesregierung geplanten erneuten Verlängerung der Notverordnung für die Kitas in Niedersachsen bis zum 31. Juli 2023. „Die Verordnung war ursprünglich bis zum 31. Juli 2022 angelegt, im Sommer wurde sie auf den 31. Dezember 2022 verlängert. Die jetzt geplante erneute Verlängerung stellt eine weitere Verlängerung der hohen Belastungen für die Beschäftigten in den Einrichtungen dar“, sagt Martin Peter, der Leiter des zuständigen Fachbereichs. Die Verordnung erlaubt, dass die Größe der Gruppen in den Einrichtungen weiter von 25 auf 26 Kinder aufgestockt werden darf.

    Bereits bei der ersten Verlängerung der Verordnung im Sommer hatte die Gewerkschaft von der Landesregierung gefordert, die verbleibende Zeit bis zum damals geplanten Ende am 31. Dezember 2022 aktiv zu nutzen, um schnellstmöglich, am besten noch innerhalb der Frist, ergänzende Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Situation in den Einrichtungen auch vor dem Hintergrund der geflüchteten Mütter und deren Kinder aus der Ukraine zu entschärfen.

    „Diese Chance haben die Verantwortlichen verstreichen lassen“, sagt Peter. Der Gewerkschafter befürchtet, dass mit der Verlängerung der Notverordnung künftig ganze Gruppen nicht aufrechterhalten werden können. „Damit ist nicht nur dem einen zusätzlichen Kind nicht geholfen – es fällt dann auch die Betreuung für die 25 anderen Kinder weg“, sagt Martin Peter. „Mit der erneuten Verlängerung der Notverordnung bestätigt sich unsere Befürchtung, dass aus dieser Notverordnung ein Dauerzustand entsteht, in dem die Vergrößerung der Gruppen zum Standard gemacht werden könnte“ so Peter weiter.

    ver.di fordert unter anderem:

    • Zusatzkräfte für die Integration der geflüchteten Kinder in Kindertageseinrichtungen und im schulischen Ganztag, die nicht auf den Personalschlüssel angerechnet werden. Die Gewerkschaft setzt dabei auch auf ukrainische Muttersprachler*innen mit einem professionellen pädagogischen Hintergrund, die sich speziell den Kindern mit Fluchterfahrung annehmen können und dadurch die Fachkräfte entlasten
       
    • Dolmetscher*innen und Kulturvermittler*innen für die Beschäftigten der Einrichtungen, die sie im Kontakt mit den betroffenen Familien unterstützen