Gemeinden

    ver.di zur Einführung 3. Kraft in Kitas

    Kitas Niedersachsen/Bremen

    ver.di zur Einführung 3. Kraft in Kitas

    Erster zaghafter Schritt, jedoch längst nicht ausreichend


    Mit einem Stufenplan zur Einführung der 3. Kraft in Kindergartengruppen macht die Landesregierung einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Proteste der letzten Wochen und Monate haben Wirkung gezeigt.

    Dennoch ist dieser Stufenplan wenig ambitioniert und nicht ausreichend – erst in 6 Jahren ist eine verbindliche 3. Kraft vorgesehen. Das betrifft Kinder, die jetzt noch nicht mal geplant sind und Erzieherinnen, die bereits jetzt an ihrer Belastungsgrenze arbeiten.

    Schon jetzt brauchen Kinder und Beschäftigte eine spürbare Entlastung.

    „Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht“, so Katja Wingelewski von ver.di. Zumal die bisherigen Informationen mehr Fragen als Antworten liefern:

    Wie verbindlich ist die Zusage, das Kita Gesetz jetzt in kürzeren Abständen verbessern zu wollen und nicht erst alle 30 Jahre?
    Wie sollen Auszubildende eine Entlastung in der Betreuung darstellen, wenn sie in ihrem Praxiseinsatz selber noch Lernende sind?

    „Auch für unsere weiteren Forderungen nach mehr Zeit für pädagogische Arbeit, Fachberatung und Leitungsarbeit finden sich weiterhin keine Verbesserungen im Gesetzesentwurf – wir brauchen einen verbindlichen Rahmen für mehr Zeit für die kontinuierliche Beziehungsarbeit mit den Kindern, Elterngesprächen, Inklusion u.v.m.,“ so Wingelewski weiter.

    Um diese Kritik gleich zu Anfang der Landtagssitzung deutlich zu machen, ruft ver.di dazu auf, mit einer Delegation von pädagogischen Fachkräften und weiteren Expert*innen der frühkindlichen Bildung und Vertreter*innen aller Träger ihre Kritik den Landtagsabgeordneten mit in die Beratungen zu geben.