Gesundheit und Soziales

    Aktion zum geplanten Stellenabbau

    Gesundheit Nord (GeNo)

    Aktion zum geplanten Stellenabbau

    Kundgebung am Freitag, 26.03.21 um 13 Uhr vor dem Sitz der Gesundheitssenatorin und des Finanzsenators.
    Gesundheit Nord: Aktion zum geplanten Stellenabbau am 26.03.2021 ver.di Aktion zum geplanten Stellenabbau


    Trotz Corona-Pandemie und Systemrelevanz- weiterhin Stellenabbau bei der Gesundheit Nord (GeNo) geplant und auch dringend notwendige Krankenhausinvestitionsmittel für alle bremischen Kliniken findet bisher bei den Beratungen zum bremischen Haushalt keine angemessene Berücksichtigung.

    „Die Corona-Pandemie zeigt doch gerade sehr deutlich, wie wichtig unsere Krankenhäuser und vor allem die dort arbeitenden Menschen sind, trotzdem hält die Gesundheit Nord weiter am geplanten Stellenabbau fest“, so ver.di Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker.

    „Noch bevor eine konkrete Medizinstrategie feststeht bereits den Stellenabbau zu planen halte ich für einen großen Fehler“, so Bracker weiter, „auch aus finanzieller Sicht.“

    „Bei den Beratungen zum bremischen Haushalt werden die Erfahrungen während der Corona-Pandemie offensichtlich ignoriert“, empört sich ver.di Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker, „anders ist nicht zu erklären, warum den bremischen Krankenhäusern weiterhin die dringend notwendigen Investitionsmittel verweigert werden sollen.“

    Krankenhäuser müssen, um eine gute Gesundheitsversorgung zu gewährleiten, dem medizinischen Fortschritt folgen und die Entwicklungen in Therapie und Medizintechnik nachvollziehen. In den Krankenhäusern gilt eine Investitionsquote von 9 Prozent vom Umsatz als zwingend erforderlich, um die Anforderungen an Innovation, Qualität und Sicherheit zu erfüllen. Doch die Investitionskosten Bremens für die Krankenhäuser betragen nicht einmal die Hälfte. Gezwungener Maßen investieren Kliniken deshalb die Gelder der Versicherten, die für die Personalausstattung vorgesehen sind, in Baustellen.

    Die bremische Landesregierung stellt 2021 etwa 38,7 Millionen Euro für die Investition in allen bremischen Kliniken zur Verfügung.

    Auf Basis der Investitionsbewertungsrelationen des InEK geht die Bremische Krankenhausgesellschaft von einem jährlichen Investitionsbedarf der Plankrankenhäuser in Höhe von rund 80 Millionen Euro aus.

    ver.di schätzt ebenso wie die Krankenhausgesellschaft, dass allein in Bremen ein Investitionsstau von weit mehr als 700 Millionen Euro besteht, der sich über fast zwei Jahrzehnte aufgebaut hat.

    „Der nächste Doppelhaushalt muss zwingend jährlich Krankenhaus-Investitionsmittel von rund 80 Millionen Euro beinhalten und auch ein langfristiger Abbau des Investitionsstaus muss Berücksichtigung finden“, fordert Bracker.