Handel

    Verkäufer*innen tischen auf

    Tarifrunden Handel Nds-Bremen 2021

    Verkäufer*innen tischen auf

    Beschäftigte im Einzelhandel wollen Arbeitgeber*innen zu einem vernünftigen Tarifabschluss bewegen
    Ohne uns kein Geschäft! Kampagnenlogo auf einer Warnweste beim Streik Helmut Roos Ohne uns kein Geschäft!


    Die Beschäftigten im bremischen und niedersächsischen Einzelhandel befinden sich seit dem 01.05.2021 in einer Tarifauseinandersetzung für höhere Löhne & Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen im durch die Pandemie außerordentlich gutverdienenden Einzelhandel.

    Tobias Uelschen, ver.di Gewerkschaftssekretär: „Die Beschäftigten im Handel gehen auf dem Zahnfleisch. Nach 1 ½ Jahren Pandemie muss sich auch für die systemrelevanten Berufe mehr tun als nur Klatschen. Einzelhandelsunternehmen erwirtschaften Milliarden Gewinne und die Beschäftigten stehen oft vor Existenzängsten.“

    Im Warnstreik und somit zu einem Aktionsfrühstück (unter Einhaltung der Corona Verordnungen) auf dem Marktplatz befinden sich am Samstag rund 60 Beschäftigte aus folgenden Unternehmen: H&M Obernstraße, H&M Duckwitzstraße, IKEA Bremerhaven, H&M Weserpark, H&M Waterfront, esprit Outlet Stuhr und H&M Bremerhaven.

    „Wir wollen die Arbeitgebenden mit unserer symbolischen Aktion nach zähen Verhandlungen und mehr als 150 Streiktagen in den einzelnen Betrieben endlich zu einem Abschluss bewegen! Alles wird teurer und die Menschen im Einzelhandel wissen nicht wie sie es noch bezahlen sollen!“, so Uelschen weiter.

    Hintergrund

    Seit Juni 2021 gibt es in Niedersachsen kein verbessertes Angebot der Arbeitgebendenseite.

    ver.di fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5% + 45€ pro Monat für alle Beschäftigen
    • 100€ mehr Ausbildungsvergütung
    • Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde
    • Laufzeit 12 Monate
    • Gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages

    Die Arbeitgeber*innen bieten:

    • Nur für Betriebe, die „gut“ durch die Pandemie gekommen sind: 2% in 2021 + 300€ (nicht tabellenwirksam); 1,4% in 2022 u 2% in 2023
    • Azubivergütung: +2% 2021, +1,4 2022, +2% 2023
    • Für Betriebe, die von den Pandemieauswirkungen betroffen wurden: Verschiebung der Erhöhungen auf später, 1.Erhöhung frühestens März 2022
    • Laufzeit 3 Jahre