Verkehr

    ver.di kritisiert Kahlschlag

    Bremer Verkehrsfliegerschule

    ver.di kritisiert Kahlschlag

    Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich schockiert über die Ankündigung der Lufthansa, den gesamten Standort der Bremer Verkehrsfliegerschule zu schließen.
    airport worker directing an airplane as it arrived agnormark ver.di kritisiert Kahlschlag bei der Bremer Verkehrsfliegerschule  – Airport worker signaling


    Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich schockiert über die Ankündigung der Lufthansa, den Standort der Bremer Verkehrsfliegerschule zu schließen. „Durch die geplante Betriebsänderung stehen die über 100 Mitarbeiter:innen vor einer unsicheren Zukunft“, erklärt Monika Kremer, Betriebsratsvorsitzende der Verkehrsfliegerschule. „Es ist offen, ob die Kolleg:innen dann hier auch weiter beschäftigt werden“, so Kremer weiter.


    „Die Schließung der Schule ist nur ein weiterer Schritt in den systematischen Abbau von Tarifstandards seitens der Lufthansa. Hier reiht sich Bremen jetzt leider in eine lange Reihe von Konzernentscheidungen ein“, so Franz Hartmann, Gewerkschafts-sekretär bei ver.di und führt weiter aus: „Es ist ein Skandal, wie sich ein durch Steuergelder gerettetes milliardenschweres Unternehmen durch Sozialabbau am Luft-Verkehrs Standort Bremen gesundstoßen will.“

    ver.di fordert das Land und die Stadt Bremen auf, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass der Standort insgesamt erhalten bleibt. „Wenn die Pläne der Lufthansa umgesetzt werden, wird bis 2022 alles dicht sein und die für Bremen hochqualifizierten tariflich abgesicherten Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen sind nicht nur die Flugschüler:innen, sondern auch Beschäftigte in der Kantine, Mechaniker:innen, Flugplaner:innen, Pförtnerei, Meteorolog:innen, Fluglots:innen, Psycholog:innen, Vermessungsingenieur:innen und Physiker:innen.

    Die Gefahr besteht, dass alle bei einer Schließung Mitte 2022 gehen müssen. Markus Westermann, ver.di-Geschäftsführer: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Land und die Stadt Bremen werden gravierend sein“, so der ver.di-Geschäftsführer Markus Westermann. Auch die 50jährige erfolgreiche Ausbildung der Pilot:innen wird sich ändern und es zu befürchten, nicht zum Besseren.