Beamtinnen und Beamte

    ver.di schlägt Alarm

    Feuerwehr Niedersachen-Bremen

    ver.di schlägt Alarm

    Knapp 800 Feuerwehrleute fehlen in Niedersachsen und Bremen
    Feuerwehr Michael Schwarzenberger Feuerwehr


    Ein Großfeuer in Peine, Waldbrände in der Lüneburger Heide, zahlreiche Böschungsbrände entlang der Bahnstrecken in Niedersachsen und Bremen – die aktuelle Trockenheit fordert die Einsatzkräfte der Feuerwehren in beiden Bundesländern derzeit heftiger als in den vergangenen Jahren. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) besorgt über die personelle Ausstattung der Wehren in den beiden Ländern. „Es fehlen aktuell knapp 800 Einsatzkräfte, mehr als 500 in Niedersachsen und mehr als 200 in Bremen bei den Berufsfeuerwehren und hauptamtlichen Wachbereitschaften“, sagt Mario Kraatz vom Fachvorstand Feuerwehr der Gewerkschaft. Dies betreffe alle Bereiche gleichermaßen, die von den Feuerwehren abgedeckt werden: den Rettungsdienst, die Leitstellen, den Feuerwehreinsatzdienst, den Katastrophenschutz sowie die Bereiche des vorbeugenden Brandschutzes.

    Auf diese negative Entwicklung hat ver.di in der jüngsten Vergangenheit immer wieder aufmerksam gemacht. Passiert ist bislang wenig. „Wir haben zuletzt im vergangenen Jahr vehement eine Einstellungs- und Ausbildungsoffensive bei den Feuerwehren in den Ländern gefordert, denn nach unseren Berechnungen damals fehlen bis zum Jahr 2025 bundesweit rund 5.000 Einsatzkräfte“, sagt Martin Peter, der als Fachbereichsleiter im Landesbezirk auch zuständig ist für die Feuerwehr.

    „Der Personalfaktor bei den Berufsfeuerwehren und hauptamtlichen Wachbereitschaften muss deutlich über 5,25 liegen“, sagt Mario Kraatz. Um dieses Ziel schnell erreichen zu können, müsse jetzt unbedingt mehr eingestellt und ausgebildet werden. „Es darf nicht vorkommen, dass der Sicherheitstrupp bei Einsätzen unter Atemschutz nicht zur Verfügung steht“, sagt Kraatz weiter. Dazu müsse zudem die Personalstärke eines Löschzuges auf 16 Einsatzkräfte erhöht werden. „Die Sicherheit und die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen muss immer an erster Stelle stehen. Ohne ausreichendes Personal können die Feuerwehren das nicht gewährleisten. Den Kolleg*innen drohe der Kollaps, sagt Kraatz weiter. Zudem müssten die Bundesländer als Arbeitgeber für künftige Feuerwehrleute attraktiver werden. „Eine bessere Besoldung für die Einsatzkräfte könnte in diesem Zusammenhang ein geeignetes Mittel sein“, sagt Kraatz.