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    Vorstand plant Vernichtung von 116 Arbeitsplätzen beim WESER-KURIER!

    Medien, Kunst und Industrie

    Vorstand plant Vernichtung von 116 Arbeitsplätzen beim WESER-KURIER!

    Bremer Tageszeitungen AG

    Bis zum Jahresende soll nach dem Willen des Vorstandes der Bremer Tageszeitungen ein Drittel der Arbeitsplätze abgebaut werden. 43 Beschäftigte aus dem Servicecenter und 13 Beschäftigte aus der Druckvorstufe sollen betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Weitere 60 Arbeitsplätze aus dem kaufmännischen Bereich, dem Druckhaus und der Redaktion will die Geschäftsleitung durch eine „freiwillige Regelung“ streichen.

    Sollten sich nicht ausreichend „Freiwillige“ finden, stehen weitere Schließungen von Abteilungen an. Ohne Not sollen Kolleginnen und Kollegen im Wege von betriebs-bedingten Kündigungen „über die Klinge springen“. Sprich, das ganze Haus wird am Ende betroffen sein.
    Die Arbeit soll für Konditionen weit unter Tarif an Dienstleister vergeben werden. Und das, obwohl die Belegschaft bereits seit 2005 um die Hälfte reduziert wurde.

    Diese Art des Vorgehens hat eine neue Qualität. Wir können uns nicht länger des Eindrucks erwehren, dass diese Strategie nur ein Ziel hat: Die Zerschlagung des gesamten Unternehmens! Das Produkt – die Zeitung – interessiert nicht mehr. Was zählt, ist der Profit!

    Es ist es an der Zeit, dass sich die Öffentlichkeit mit den Arbeitsbedingungen in den Verlagshäusern und Redaktionen beschäftigt. Es geht hier um die Frage, welche Zeitung wir uns für unser Gemeinwesen wünschen: kritischer, engagierter und hintergründiger Journalismus oder substanzlose,  oberflächliche Berichterstattung als Folge der Zeit- und Personalnot in den Redaktionen.

    Wir sind der festen Überzeugung, dass die Zukunft des Journalismus über die Qualität der Inhalte entschieden wird. Dazu braucht man hochqualifiziertes, motiviertes Personal, das auch anständig bezahlt wird.

    Die Beschäftigten des WESER-KURIER werden nicht hinnehmen, dass nun betriebs-bedingte Kündigungen ausgesprochen werden sollen. Sie fordern die Verlagsleitung auf, mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat Alternativen zu erarbeiten.

    Wir lassen uns nicht spalten und
    kämpfen gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und gegen Unternehmerwillkür!