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    ver.di für Entgeltgleichheit und Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse

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    ver.di für Entgeltgleichheit und Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse

    Internationaler Frauentag 2013

    Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März bekräftigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Forderungen nach Entgeltgleichheit und der Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse. Frauentypische Berufe würden in Deutschland oftmals schlechter bewertet und bezahlt. Die Lohnlücke bei den Einkommen von Männern und Frauen betrage noch immer 22 Prozent. „Eine eigenständige Existenzsicherung und eine Absicherung von Frauen im Alter ist nur mit deutlich höheren Einkommen möglich. Deswegen brauchen wir endlich ein Entgeltgleichheitsgesetz“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

    Gleichzeitig sei die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse in den vergangenen Jahren ständig gewachsen. Im Dienstleistungsbereich gebe es mittlerweile mehr als sieben Millionen Minijobs, mehr als vier Millionen davon dienten als einzige Einkommensquelle – mit einem Frauenanteil von 70 Prozent: „Die Begünstigung von Sonderbeschäftigungsformen wie Minijobs bei Steuern und Sozialversicherung muss ein Ende haben, weil auf diese Weise Niedriglöhne und nicht existenzsichernde Arbeitsplätze begünstigt werden“, sagt Nutzenberger. „Wer es ernst meint mit der Gleichstellung, muss für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen sorgen.“

    Zur ökonomischen Absicherung der Frauen gehöre vor allem auch die Einführung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde. Mit Wahlkampfgeplänkel nach der Art der Regierungskoalition sei niemandem – und vor allem keiner Frau – geholfen. „Wir brauchen den einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn“, stellt Nutzenberger klar.