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    Öffentlicher Dienst

    Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes gehen in die zweite Runde – ohne Verhandlungsergebnis gibt es ganztägige Warnstreiks in Bremen und Nordniedersachsen

    Am 12. und 13.03.2018 findet in der Tarif- und Besoldungsrunde des öffentlichen Dienstes die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und Arbeitgeberseite statt. Bislang ohne Ergebnis. Sollte es am 13.3. zu keiner Verständigung mit den Arbeitgebern kommen, wird die Gewerkschaft ver.di zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen. Auch im Raum des ver.di Bezirks Bremen-Nordniedersachsen sind ganztägige Warnstreiks geplant.

    Insbesondere die Forderung nach einem Mindestbetrag wird ungebrochen ab-gelehnt. Kornelia Knieper, ver.di-Pressesprecherin: „Gerade mit unserer Forde-rung nach einem Mindestbetrag von 200 Euro kann die Einkommenssituation vieler Beschäftigte verbessern! Die Ansicht der Arbeitgeberseite, hiermit würden falsche Prioritäten gesetzt, ist unverschämt und macht Beschäftigte in den unteren und mittleren Einkommensgruppen wütend.“

    Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben ein Recht, an wirtschaftlichem Wachstum und steigender Produktivität teilzuhaben. Das Geld ist da: Seit 2015 nehmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt mehr ein, als sie ausgeben. So wurde für 2017 ein Überschuss von über 38 Milliarden Euro erreicht. Für 2018 und 2019 sagen Wirtschaftsinstitute 45 bzw. 50 Milliarden vorher.

    Beschäftigte aus Sparkassen, Verwaltung, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Feuerwehr, Kommunale Klinken, Umweltbetrieb Bremen, Universität, Werk-statt Bremen, Wasser- und Schifffahrtsamt, ENO, AWI Bremerhaven und viele mehr aus dem ver.di-Bezirk Bremen-Nordniedersachsen werden vom 14. bis 16.03. zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen.

    ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vor-schrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu über-nehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamt*innen, Richter*innen und Sol-dat*innen sowie 182.000 Versorgungsempfänger*innen zu übertragen.

    Jetzt geht’s um die Wurst ver.di Jetzt geht’s um die Wurst  – Warnstreik am 8. März im Klinikum Bremerhaven
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    Nachrichten zur Tarifrunde ÖD 2018