Nachrichten

    Neues Schichtmodell am AutoTerminal Bremerhaven belastet vor …

    Verkehr

    Neues Schichtmodell am AutoTerminal Bremerhaven belastet vor allem Frauen

    Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lehnt das neue 6-Stunden-Schichtmodell am AutoTerminal Bremerhaven ab.

    „Das von der BLG eingeführte Schichtmodell gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten und ist nicht mit den tariflichen Bestimmungen für die Bremischen Häfen vereinbar und stellt einen Tarifbruch dar“, so Stefan Schubert, Leiter des Fachbereichs Verkehr im ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.

    Seit Jahren fördert die Gewerkschaft ver.di nach Kräften den Anteil von Frauen in den deutschen Häfen. So ist zum Beispiel im Demographie-Tarifvertrag, der den Herausforderungen einer älter werdenden Belegschaft begegnet, die Förderung von Frauen als ausdrückliches Ziel vereinbart.

    „Um es deutlich zu sagen: Wir begrüßen die Entwicklung von Teilzeitmodellen und begrüßen die Möglichkeiten für Frauen im Hafen zu arbeiten – aber die Bedingungen müssen hierfür stimmen und das tun sie beim geplanten Schichtmodell der BLG nicht“, bekräftigt Schubert die Absage an das neue Schicht-Modell am AutoTerminal Bremerhaven. Dies sieht während der täglichen Schichtzeit von 6 Stunden keine Pause vor. Dies sei zwar gesetzlich zulässig, aber mit dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten nicht vereinbar.

    „Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum Männer in Vollzeit Pausen machen dürfen, Frauen in Teilzeit hingegen ohne Pausen eine ganze Schicht durcharbeiten sollen“, macht Schubert die Widersprüche in der Darstellung der BLG deutlich.

    Es könne nicht sein, dass Bedingungen zu Ungunsten von Frauen aufgestellt würden und dies als sozialpolitischer Fortschritt verkauft würde. ver.di hätte daher Vorschläge unterbreitet, wie ein gesundheitsverträgliches 6-Stunden-Schichtmodell ausgestaltet werden könne. Trotzdem wolle die BLG, als mehrheitlich öffentliches Unternehmen, dies nun zu Ungunsten der Beschäftigten wie geplant umsetzen. „Das werden wir so nicht hinnehmen“, gibt sich Schubert kämpferisch.