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    Arbeitssituation im Gesundheitsamt ist seit Jahren mangelhaft!

    Verwaltung

    Arbeitssituation im Gesundheitsamt ist seit Jahren mangelhaft!

    Die Gewerkschaft ver.di besucht mit einer Abordnung von Beschäftigten des Gesundheitsamtes nach der Arbeit, am Dienstag, den 4. Dezember ab 15.00 Uhr die Gesundheitsdeputation (Contrescarpe 72, 28195 Bremen).

    Dort werden der Gesundheitssenatorin Unterschriftenlisten von mehr als 100 Beschäftigten übergeben. Die Beschäftigten fordern von der Senatorin ein Maßnahmenpaket zur Entlastung und Personalgewinnung.

    Aus Sicht der Beschäftigten ist die Arbeitssituation im Gesundheitsamt insgesamt nicht mehr hinnehmbar. Aufgrund der Tarifsituation (TV-L) und dem allgemeinen Fachkräftemangel fehlt auf allen Ebenen Personal. Auch die gestiegenen Aufgaben und Projekte der letzten Jahre sind nie adäquat mit Personalstellen hinterlegt worden.

    Die Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes sind an ihrer Kapazitäts- und Leistungsgrenze angekommen bzw. haben diese überschritten. Als Folge des Personalmangels kann in Teilen der gesetzliche Auftrag nicht mehr erfüllt werden. Das Amt verliert Fachkräfte ins Umland. Auch die Befristungspraxis mit ständigen Sachgrundbefristungen bei Kinderkrankenschwestern und Hebammen ist für die Betroffenen unerträglich.

    Nicole Wolst-Rieß, Kinderkrankenschwester und Personalratsmitglied führt dazu aus: „Ich bin jetzt seit Jahren mit Teilen meiner Stelle befristet beschäftigt. Dadurch habe ich und viele meiner Kolleginnen keine gesicherte Zukunftsplanung. Die Stadt stülpt hier das Beschäftigungsrisiko den schwächsten Gliedern über. Dabei werden wir alle jedes Jahr wieder gebraucht.“