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    Erfolge durch dauerhafte Strukturen sichern

    Universität Bremen

    Erfolge durch dauerhafte Strukturen sichern

    Erfolge im Bereich Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit an der Universität Bremen durch dauerhafte Strukturen sichern

    Die Universitätsleitung gefährdet durch eine unverantwortliche Personalpolitik die Erfolge im Bereich Geschlechtergleichstellung der letzten zehn Jahre und die Umsetzung ihres bundesweit prämierten Gleichstellungszukunftskonzepts 2028.

    Insbesondere im Wissenschaftsplan 2025 des Landes Bremen wird nachdrücklich die Notwendigkeit der strukturellen Verstetigung der Bereiche Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit betont. In den „Leitthesen für die strategische Weiterentwicklung des Bremischen Wissenschaftssystems“ heißt es:

    „Das Land erwartet von den Hochschulen ein noch stärkeres Engagement bei den Bemühungen um die Gleichstellung der Geschlechter im Wissenschaftsbetrieb, um die Vorrangposition der bremischen Hochschulen bei der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit zu halten und weiter auszubauen.“

    Ulrike Schilling, ver.di-Gewerkschaftssekretärin erklärt: „Es ist vollkommen unverständlich, warum die Universitätsleitung durch ihre Personalpolitik die nachweislichen Erfolge dieser Bereiche und die bundesweite Reputation der Universität Bremen auf dem Gebiet der Geschlechtergerechtigkeit in hohem Maße gefährdet. Die Mitarbeiterinnen, die am Aufbau der Programme mit hoher Fachlichkeit mitgewirkt haben, sollen jetzt durch andere wieder befristete Beschäftigte ausgetauscht und vor die Tür gesetzt werden. Und das obwohl die finanziellen Mittel, auch für eine dauerhafte Beschäftigung, vom Land bereitgestellt werden.“

    Dauerstellen für Daueraufgaben, dies weist auch der Rahmenkodex „Vertragssituationen und Rahmenbedingungen von Beschäftigungen an den staatlichen Bremischen Hochschulen“ (vereinbart zwischen der Senatorin für Wissenschaft, den Hochschulleitungen und den Interessenvertretungen, 2016) explizit aus.

    ver.di fordert daher von der Universitätsleitung die aktuell in Frage stehenden vier halben Stellen zu entfristen. Von der Senatorin für Wissenschaft, die zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft als Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) unter den bundesweit verantwortlichen Politiker*innen an der Spitze steht, erwarten wir, jetzt zu handeln und Hindernisse auf dem Weg zur Entfristung der Mitarbeiterinnen zu beseitigen.