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    Bremer Tageszeitung AG schließt Druckerei

    Bremer Tageszeitung AG

    Bremer Tageszeitung AG schließt Druckerei

    Am 20. November 2019 informierte der Vorstand der Bremer Tageszeitung AG die Beschäftigten des hauseigenen Druckhauses in Bremen-Woltmershausen über seine Entscheidung, seine Druckaufträge zum 1.12.2020 an die Druckhaus Delmenhorst GmbH (vormals Druckhaus Rieck) fremd zu vergeben und das Druckhaus zu schließen. Betroffen von der Schließung sind nach unseren Informationen 80 Vollzeitstellen und zwischen 40 und 50 sogenannter Bedarfsstellen, meist Aushilfskräfte, die hauptsächlich im Versand beschäftigt sind.

    Seit Jahren hoffen die Beschäftigten auf eine Entscheidung des Vorstandes, in das eigene Druckhaus zu investieren und damit den Standort und die Arbeitsplätze zu sichern. Die Rotationsmaschinen sind 30 Jahr alt, Investitionen in neue Technik hat es in den letzten Jahren nicht gegeben. Ebenfalls hat der Verlag es versäumt, als Druckdienstleister weitere Druckaufträge zu akquirieren, die die sinkenden Zeitungsauflagen hätten abfangen können. So die Kritik der Beschäftigten.

    David Koopmann, BTAG-Vorstand, will mit dieser Entscheidung die Produktion der Tageszeitung für die nächsten Jahre auf eine wirtschaftlich gesunde Basis stellen. Den Preis dafür zahlen die Beschäftigten. Für sie bedeutet diese Entscheidung eine existenzielle Katastrophe.

    Wir werden genau beobachten, wie sich ein Arbeitgeber jetzt seinen Mitarbeitern gegenüber verhält, der trotz anderer Möglichkeiten, seine Druckaufträge an eine tariflose und betriebsratsfreie Druckerei vergib.

    Es kann nicht sein, dass diejenigen für die Versäumnisse der letzten 30 Jahre zahlen müssen, die in der Druckerei gute Arbeit geleistet haben.