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    Gute Arbeit braucht gute Bedingungen

    Ambulanten Psychiatrie

    Gute Arbeit braucht gute Bedingungen

    Gute Arbeit braucht gute Bedingungen – auch in der ambulanten Psychiatrie. Die Kolleg*innen der GAPSY fordern deswegen einen Tarifvertrag.

    Am 21.03.19 um 13 Uhr werden einige Kolleg*innen der GAPSY vor der Geschäftsstelle der GAPSY (Waller Heerstraße 103) eine Aktion durchführen und der Geschäftsleitung die „Gehaltslücken“ übergeben.

    Die Gesellschaft für ambulante psychiatrische Dienste (GAPSY gGmbH) ist in Bremen der größte Träger für Leistungen im ambulanten, sozialpsychiatrischen Bereich. Die GAPSY versorgt Menschen mit psychischen und psychosozialen Problemen. Sie trägt enorm zur persönlichen Krisenprävention und -bewältigung sowie zur gesellschaftlichen (Re-)Integration der Betroffenen bei.

    Die Mitarbeiter*innen der GAPSY kommen aus den unterschiedlichsten Gesundheits- und Sozialberufen. Sie eint die gemeinsame professionelle Haltung gute Arbeit zu leisten. Sie sorgen sich jedoch um die wichtigen gemeindepsychiatrischen Ansätze ihrer Arbeit. Diese sind durch Sparzwänge der Geschäftsführung und der Krankenkassen akut gefährdet.

    „Wenn die gewollte Ambulantisierung im psychiatrischen Bereich nicht zu Lasten der dort Beschäftigten gehen soll, dann brauchen wir einen guten Tarifvertrag für die GAPSY“ so der Verhandlungsführer von ver.di, Jörn Bracker. „Die Gehälter der GAPSY liegen weit unter denen der Beschäftigten in den stationären psychiatrischen Bereichen. Die „Gehaltslücke“ beträgt bei den Fachkräften zum Teil über 400€ im Monat. Das können und werden wir nicht weiter hinnehmen“, so Bracker weiter.

    „Wir können nicht weiterzusehen, wie unsere Arbeitsbedingungen sich laufend verschlechtern“, berichtet Lukas Gerdemann, Soziotherapeut bei der GAPSY. „Die GAPSY ist dafür da, bei psychischen Krisen Menschen zu unterstützen und in ihrer Genesung zu begleiten. Dieses System des Ausverkaufs und Effizienzdrucks führt dazu, dass die Beschäftigten selbst krank werden“, so Gerdemann weiter.

    Ein Tarifvertrag kann hierfür ein erster Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen – und damit auch besserer ambulanter psychiatrischer Versorgung – sein. „Wir verfolgen nicht seit den 70ern die Forderungen der Psychiatriereform, nur um jetzt wieder die psychiatrische Steinzeit zu begrüßen.“