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    Sicherheit und Perspektive

    Steinkohlekraftwerke Nds.-Bremen

    Sicherheit und Perspektive

    ver.di fordert Sicherheit und Perspektive für die Beschäftigten der Steinkohlekraftwerke in Bremen und Niedersachsen

    Vor dem Hintergrund der Empfehlungen der sog. „Kohlekommission“ hat der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen am 10.05.2019 eine Betriebsräte-Tagung der betroffenen Kraftwerkstandorte mit 70 Teilnehmenden zum Thema „Kohleausstieg- was nun?“ in Bremen durchgeführt.

    Für die Betriebsräte und den ver.di Vertrauensleuten aus den Steinkohlekraftwerken darf es bei der gesetzlichen Umsetzung der Empfehlungen keine Unterscheidung zwischen Stein- und Braunkohlekraftwerken geben. „Es gibt keinen Unterschied beim Wegfall von Arbeitsplätzen, ob in den Braunkohlerevieren oder in einem Steinkohlekraftwerk. Die Folgen sind für die Kolleginnen und Kollegen die gleichen“ so ver.di-Landesfachbereichsleiter Immo Schlepper. Deshalb fordern die Betriebsräte und ver.di-Vertrauensleute in einer Resolution insbesondere:

    • eine angemessene finanzielle Berücksichtigung und Fördermaßnahmen für die betroffenen Steinkohlestandorte zur Schaffung von neuen, zukunftsgerichteten Arbeitsplätzen
    • gesetzliche und tarifvertragliche Regelungen zur Abfederung der sozialen Folgen für die Beschäftigten

    Schlepper: „Ein sozialverträglicher, ökologischer und wirtschaftlich tragbarer Umbau der Stromerzeugung kann nur mit entsprechender Unterstützung der Beschäftigten und den betroffenen Unternehmen gelingen.“

    Betriebsräte-Tagung: Teilnehmer an der Podiumsdiskussion ver.di Betriebsräte-Tagung: Teilnehmer an der Podiumsdiskussion


    Im Rahmen der auf der Tagung durchgeführten Podiumsdiskussion hat sowohl der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies als auch der bremische Wirtschaftssenator Martin Günthner ihre Unterstützung für die gewerkschaftlichen Forderungen zugesagt.

    Beide Politiker teilen die Einschätzung, dass verhindert werden muss, dass bei der Zusage von mehreren Milliarden Euro für die Braunkohlereviere die Standorte der Steinkohlekraftwerke leer ausgehen könnten. Günthner: „Kohle lässt sich nicht spalten!“ Lies: „Es gibt viele gute Ideen was an den Standorten zum Gelingen der Energiewende neu entwickelt werden kann. Die Politik muss dafür die entsprechenden Fördermaßnahmen auf den Weg bringen.“