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    Mehr Geld, Schritt zu kürzerer Arbeitszeit: ver.di unterstützt …

    Solidarität

    Mehr Geld, Schritt zu kürzerer Arbeitszeit: ver.di unterstützt IG Metall

    Ahting: Beschäftige müssen von guten Ergebnissen profitieren

     
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Niedersachsen-Bremen hält die angekündigten Warnstreiks angesichts des Verhaltens der Arbeitgeber für die richtige Antwort der IG Metall. „Wenn Argumente trotz sehr guter Rahmenbedingungen alleine nicht reichen, muss nachgeholfen werden“, betont Landesbezirksleiter Detlef Ahting.


    Bei der guten wirtschaftlichen Lage der Unternehmen, müssten auch für die Beschäftigten deutliche Verbesserungen möglich sein. Schließlich seien sie es, die die Ergebnisse überhaupt ermöglichen.

    „Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen der IG Metall und unterstützen sie“, kündigt Ahting an. Alle Forderungen seien absolut angemessen. Die gute wirtschaftliche Lage in der Branche müsse vor allem anderen endlich auch in den Portemonnaies der Beschäftigten ankommen. „Die Kolleginnen und Kollegen haben den Erfolg der Arbeitnehmer überhaupt erst ermöglicht, deshalb müssen sie daran beteiligt werden“, so Ahting. Daran dürfe ein Tarifergebnis schlicht nicht scheitern.

    Dazu gehöre auch die Arbeitszeit. Wer Flexibilität und Modernität fordere, sich aber guten Gründen für eine Verkürzung verweigere, macht deutlich, dass er nur einseitig betrachten wolle. Angesichts stark gestiegener Anforderungen und Belastungen in fast allen Berufen könne er nun gar nicht verstehen, sich zu verweigern, wenn Beschäftigte zur Sicherung ihrer Leistungs- und Arbeitsfähigkeit für einen Zeitraum die Arbeitszeit reduzieren wollen. „Das kommt auch den Unternehmen zugute, und darum ist ein Zuschuss mehr als gerechtfertigt“.

    Gute und faire Arbeitsbedingungen bedeuten auch, dass Mitarbeiterin und Mitarbeiter bei Überlastung oder gerade auch bei familiärer zusätzlicher Belastung wie bei Pflege von Angehörigen mit anpassungsfähigen Zeitmodellen entlastet werden. „Wer einen Zuschuss bei Arbeitszeitverkürzung als unrechtmäßig brandmarkt und gleichzeitig schlechtere Bedingungen bei Leiharbeit oder Werkverträgen gutheißt, der ist alles andere als glaubwürdig“ macht Ahting deutlich.