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    Wir fordern: Praktikumsvergütung JETZT!

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    Es geht doch: Stadt Stade zahlt Praktikumsvergütungen

    Mit der Verteilung unseres Flyers haben wir erfahren, dass unsere Idee nicht nur in Hannover praktiziert wird. Wir sprachen mit dem ver.di Mitglied Jana Mehl, die bei der Stadt Stade Personalratsvorsitzende ist. Von weiteren Beispielen würden wir gerne berichten. Meldet euch bitte.

    Die Stadt Stade gewährt Praktikanten in der sozialpädagogischen Ausbildung eine Vergütung. Seit wann ist es so?
    Angefangen Regelungen zu schaffen haben wir in 2016. Es wird im Umkreis hier als „Stader Modell“ bezeichnet.

    Wie kam es dazu?
    Trotz dauerhafter Ausschreibungen waren zu viele Stellen im Sozial- und Erziehungsdienst nicht besetzt.
    Die Maßnahme wurde als Personalentwicklungsmaßnahme entwickelt und umgesetzt.

    Welche Verpflichtungen gibt es für die PraktikantInnen?
    Die Interessenten erhalten ab dem zweiten Jahr der Ausbildung zur Sozialssistentin die Möglichkeit sich für ein Praktikum mit einem Praktikumsentgelt bei der Hansestadt Stade zu bewerben. Es wurde eine Höchstzahl von 5 angehenden SozialassistentInnen festgelegt. Eine anschließende Bindungsfrist gibt es nicht.

    Wie hoch ist das Praktikumsentgelt?
    Das Praktikumsentgelt beträgt 520,00 € ab dem zweiten Ausbildungsjahr.

    Die angehenden Sozialassistent*innen bekommen das Praktikumsentgelt durchgehend ab dem 2. Jahr der Ausbildung. Die angehenden Erzieher*innen durchgehend mit Beginn der Ausbildung.

    Welche Erzieher*innen kriegen 50, welche 2/3 des Gehalts? Auch während der Schulzeit?
    50%: Angehende Erzieherinnen die bisher noch nicht in einer städtischen Kindertagesstätte oder einem freien Träger der Hansestadt Stade beschäftigt waren bekommen eine Förderung von monatlich 50% des Grundgehalts einer SozialassistentIn. Die TeilnehmerInnen verpflichten sich das zweite Praktikum und die Ferienzeiten in einer städtischen Kita der Hansestadt Stade abzuleisten. In den Ferienzeiten werden die Teilnehmerinnen abzüglich des bestehenden Urlaubsanspruches in den Kindertagesstätten des jeweiligen Trägers in Vollzeit eingesetzt. Im Anschluss an die Ausbildung als Erzieherin verpflichten sich die TeilnehmerInnen für zwei Jahre bei dem jeweiligen Träger beschäftigt zu bleiben.

    2/3-Variante: SozialassistentInnen die bereits in einer städtischen Kita oder einem freien Träger der Hansestadt Stade beschäftigt sind und sich für eine Ausbildung zur ErzieherIn qualifiziert haben erhalten eine Förderung die aus monatlich 2/3 des vorherigem Grundgehalts besteht. Die TeilnehmerInnen verpflichten sich das zweite Praktikum und die Ferienzeiten in einer städtischen Kita der Hansestadt Stade abzuleisten. In den Ferienzeiten werden die Teilnehmerinnen abzüglich des bestehenden Urlaubsanspruches in den Kindertagesstätten der Hansestadt Stade in Vollzeit eingesetzt. Im Anschluss an die Ausbildung als Erzieherin verpflichten sich die TeilnehmerInnen für zwei Jahre bei dem jeweiligen Träger beschäftigt zu bleiben.

    Bei allen 3 Varianten wird von den Interessenten ein Auswahlverfahren durchlaufen.

    Wie hat sich die Zahlung bei euch in Bezug auf dem Stellenmarkt ausgewirkt?
    Wir haben im Jahr 2016 bzw. 2017 angefangen mit diesem System zu arbeiten. Alle zur Verfügung stehende Plätze konnten besetzt werden. Die angehenden SozialassistentInnen und Erzieherinnen schließen ihre Ausbildung 2018 ab.