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    ver.di fordert Tarifvertrag

    Zoo am Meer

    ver.di fordert Tarifvertrag

    ver.di fordert vom Magistrat Bremerhaven Tarifvertrag für Zoo am Meer

    Die Gewerkschaft ver.di fordert vom Magistrat einen Tarifvertrag für alle Beschäftigte beim „Zoo am Meer Bremerhaven“. Für fast die Hälfte der Beschäftigten der Zoo am Meer GmbH kommt kein Tarifvertrag zur Geltung. Sie werden unter Tarif, zum Teil nur nach Mindestlohn entlohnt. Ergebnis sind niedrige Entgelte, das Vorenthalten von Zuschlägen wie z.B. bei Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie anderer Regelungen aus dem Tarifvertrag für diesen Teil der Zoo-Beschäftigten.

    ver.di-Gewerkschaftssekretär Jörn Kroppach: „Es sollte Ziel und Auftrag eines öffentlichen Arbeitgebers sein, nicht nach Mindestlohn, sondern Entgelte nach den vorhandenen Tarifen des öffentlichen Dienstes zu zahlen. Speziell ein Tourismusstandort wie Bremerhaven und seinem Zoo mit überregionaler Bekanntheit und Ausstrahlung kann es sich nicht leisten, seinen Ruf durch eine so niedrige Entlohnung und das Vorenthalten der üblichen tarifvertraglichen Leistungen zu beschädigen. Es muss Schluss sein mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Beschäftigten beim Zoo am Meer.“

    In Gesprächen zwischen dem zuständigen Dezernenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Frost, dem Betriebsrat, der Zoo-Geschäftsführung und der Gewerkschaft ver.di war in den letzten Monaten Einigkeit erzielt worden: Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes soll ab Sommer für alle Beschäftigten gelten. Nach ver.di-Informationen hat der Magistrat dieses Vorhaben nun vorerst gestoppt.

    Kroppach: „Die SPD hat sich für den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für alle beim Zoo ausgesprochen. Wir hoffen, dass auch der Koalitionspartner CDU die Notwendigkeit erkennt und wir schnell zu einer Umsetzung des Tarifvertrages für alle kommen.“

    Bremerhaven, 09.05.2019