Nachrichten

    Nein zur Privatisierung der Nord/LB

    NORD/LB

    Nein zur Privatisierung der Nord/LB

    „Die Privatisierung der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB) ist keine gute Lösung!“ – Dieser Überzeugung ist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

    Obwohl die seit zehn Jahren andauernde Schifffahrtskrise und immer höhere Eigenkapitalforderungen der Bank zugesetzt haben, lohne es sich, für eine öffentliche Bank zu kämpfen:

    „Die NORD/LB ist sehr gut aufgestellt – und sie ist wichtig für unser Bundesland“, weiß auch ver.di-Fachbereichsleiter Jörg Reinbrecht.

    ver.di zeigt sich irritiert über die Forderungen mancher Politiker, auf keinen Fall Steuergelder für den Erhalt als öffentliche Bank zur Verfügung zu stellen. Die NORD/LB sei nicht nur eines der größten Unternehmen in Norddeutschland; sie spiele auch eine kaum ersetzbare Rolle für die Wirtschaft in Niedersachsen und Norddeutschland. Sie habe ein funktionierendes und breit aufgestelltes Geschäftsmodell.

    Es gehe nicht nur um die 6.000 Beschäftigten der NORD/LB und ihrer Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) und der Investitions- und Förderbanken in Magdeburg und Schwerin. Es gehe auch um Tausende Beschäftigte in weiteren mit der NORD/LB verbundenen Unternehmen wie der Landesbausparkasse (LBS), der Öffentlichen Versicherung, Unternehmen der Wohnungswirtschaft, bei Toto Lotto und anderen Unternehmen.

    „Private Banken sind vor allem am kurzfristigen Ertrag interessiert, während die NORD/LB langfristig die norddeutsche Wirtschaft unterstützt und eine wichtige strukturpolitische Rolle spielt. Die Beteiligung von Hedgefonds wäre jedenfalls die schlechteste Lösung – für die Wirtschaft des Landes und die Beschäftigten“, so Reinbrecht.

    Wie man als Landespolitiker aus dieser Situation heraus dem Verkauf der Hausbank des Landes das Wort reden könne, sei kaum nachvollziehbar. Die Finanzmarktkrise habe gezeigt, wie wichtig öffentliche Banken für die Stabilität des Landes sind. Ziel müsse deshalb der Erhalt der diversen öffentlichen Finanzdienstleister und Unternehmen des NORD/LB-Konzerns in Öffentlicher Hand bleiben.

    „Diese Bank zum Wohle der Wirtschaft und der Bürger als öffentliche Einrichtung zu erhalten, ist für den Steuerzahler lohnender als eine Zerschlagung der Bank“, meint der Fachbereichsleiter.