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    Beschäftigte brauchen deutlich mehr Geld

    Einzelhandel

    Beschäftigte brauchen deutlich mehr Geld

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten im Einzelhandel einen Euro pro Stunde mehr. „Achtung und Wertschätzung für die Leistung der Kolleg*innen muss sich auch bei den Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen ausdrücken“, fordert Landesfachbereichsleiterin Sabine Gatz. 

    Konkret beschloss die Tarifkommission am 20. März 2019 folgende Forderungen:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,00 Euro in der Stunde
    • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro
    • Tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro
    • Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen
    • Die Tarifverträge des niedersächsischen und bremischen Einzelhandels sollen wieder allgemeinverbindlich werden

    „Die Beschäftigten im Einzelhandel erwirtschaften Milliarden-Umsätze für die Unternehmen. Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, vor allem durch Löhne und Gehälter, von denen Menschen ihr Leben bestreiten können“, macht Sabine Gatz deutlich, die für ver.di auch Verhandlungsführerin ist. Bis dahin sei aber noch ein weiter Weg. Die Mehrzahl der Beschäftigten im Einzelhandel seien akut von Altersarmut betroffen. „Für manche reicht es nicht, um im Alter über die Grenzen der gesetzlichen Grundsicherung zu kommen“, befürchtet die Gewerkschafterin.

     Eine weitere wichtige ver.di-Forderung an die Arbeitgeberseite: „Die Tarifverträge des Einzelhandels sollten für allgemeinverbindlich erklärt werden, um so gegen das Lohndumping in der Branche vorzugehen“, sagt Sabine Gatz. 

    Der erste Verhandlungstermin mit der Arbeitgeberseite steht noch nicht fest. Die ver.di-Tarifkommission hatte am 22.Januar beschlossen, den Tarifvertrag über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für den Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen zum 30. April 2019 zu kündigen.

    Im Einzelhandel sind in Niedersachsen 320.000 und im Land Bremen 27.500 Arbeitnehmer*innen beschäftigt.