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    SPD, Grüne und Linke müssen jetzt in den Kitas liefern

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    SPD, Grüne und Linke müssen jetzt in den Kitas liefern

    Die Gewerkschaft ver.di unterstützt die Kritik und Forderungen der Kita-Elternvertretungen in Bremen gegenüber den potentiellen Koalitionsparteien SPD, Grüne und Linke.

    „SPD, Grüne und Linke dürfen die pädagogischen Fachkräfte nicht im Regen stehen lassen. Der Personalmangel darf nicht weiter auf dem Rücken der Kita-Beschäftigten, der Kinder und Eltern ausgetragen werden. Wir erwarten von der künftigen Koalition aus SPD, Grünen und Linke ernstzunehmende Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten des Landes Bremen“, fordert ver.di-Geschäftsführer Markus Westermann.

    Es seien neue Kindertagesstätten gebaut und mehr Kita-Plätze geschaffen worden. Die Arbeitsbelastung und die Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte seien in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, die Rahmenbedingungen hätten sich jedoch kaum verbessert: Weder habe der Senat den Personalschlüssel verbessert oder die Vorbereitungszeiten oder Zeit für Leitungsaufgaben erhöht. Dies führe zu einem Mangel an Attraktivität für den Beruf und zu einem Mangel an Fachkräften; die pädagogischen Ansprüche könnten nicht erfüllt werden, so Westermann.

    Die Gewerkschaft ver.di formuliert klare Erwartungen an die künftige Koalition: „Wir erwarten ein Bekenntnis der Parteien SPD, Grüne und Linke zum Ziel kleinerer Kita-Gruppen. Außerdem muss im Koalitionsvertrag festgehalten werden: Eine bezahlte Ausbildung für alle Erzieher-Azubis und Fachschüler*innen, ein besserer Personalschlüssel, die Entlastung der Fachkräfte von nicht-pädagogischen Tätigkeiten, mehr Freistellungszeiten für Kita-Leitungen und mehr Vorbereitungszeiten für die Kita-Fachkräfte. Die Qualität der Berufsausbildung darf nicht abgesenkt werden.“