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    Gewalt gegen Feuerwehrkräfte: ver.di übergibt Positionspapier

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    Gewalt gegen Feuerwehrkräfte: ver.di übergibt Positionspapier

    Gewalt gegen Feuerwehrkräfte: ver.di übergibt Positionspapier ver.di Gewalt gegen Feuerwehrkräfte: ver.di übergibt Positionspapier

    Zur Stärkung der Handlungsfähigkeit der Kolleg_innen in Konfliktsituationen mit Gewalt, ist ein umfassendes Konzept bei der Feuerwehr Bremen erforderlich, so die Forderung der ver.di-Betriebsgruppe gegenüber dem Innensenator Mäurer. Ein entsprechendes Positionspapier wurde heute vom stellv. Vertrauensleutesprecher Felemez Tali dem Innensenator überreicht. Bisher stattgefundene Deeskalationstrainings bei der Feuerwehr Bremen müssen verstetigt und ggf. analog der 4 Bausteine des ver.di Positionspapieres ausgeweitet werden. Aufgrund der Erfahrungen von Kolleg_innen und der aktuellen Medienberichterstattung zu diesem Thema wird die Handlungsnotwendigkeit deutlich. Trotz der Einigkeit der Beteiligten, wünscht sich Felemez Tali eine „proaktive“ Begleitung durch den Senator für Inneres.

    Kernforderungen der Fachgruppe Feuerwehr sind:

    • Vorgesetzte und Dienststellen müssen die Kolleginnen und Kollegen bei Anzeigen gegen Gewalttäter vorbehaltlos unterstützen.
    • Staatsanwaltschaften und Gerichte müssen Gewalttaten und Beleidigungen gegen Einsatzkräfte zügig verfolgen und konsequent ahnden.
    • Regelmäßige Aus- und Weiterbildung zur Erhöhung der Sozial- und Konfliktkompetenz der Einsatzkräfte.
    • Psychologische Unterstützung der Einsatzkräfte, die Opfer von tätlichen Angriffen geworden sind.
    • Erfüllung von Schmerzensgeldforderungen gegen Dritte durch die Dienstherren, wenn diese nicht durchgesetzt werden können.
    • Die Verantwortlichen bei den Feuerwehren, Rettungsdiensten und in den Kommunen müssen die notwendigen Maßnahmen kurzfristig umsetzen und die hierfür erforderlichen Ressourcen für die notwendigen Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bereitstellen.

    Eine aktive oder defensive Aufrüstung durch Pfefferspray, Schutzwesten, Kampftraining, usw. lehnen wir ab, da sie eine falsche Sicherheit suggeriert und die Gefahr durch Aggressionssignale für die Helfer steigern kann.

    Der Landesfeuerwehrverband unterstützt diese Forderungen und wird durch seinen Landesgeschäftsführer, Michael Sander, vertreten sein.