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    Bremer Volksbegehren für mehr Krankenhauspersonal

    Entlastung

    Bremer Volksbegehren für mehr Krankenhauspersonal

    Die Situation in Bremer Krankenhäusern ist mittlerweile an vielen Stellen unerträglich für PatientInnen und Beschäftigte. Überlastung, Stress und zu wenig Zeit für die Versorgung von PatientInnen prägen den Alltag. Jörn Bracker, ver.di-Gewerkschaftssekretär Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen dazu: „Der Klinikalltag kann häufig nur deshalb aufrechterhalten werden, weil die Pflegekräfte immer wieder Überstunden machen, spontan einspringen und so ihre Interessen und ihre Gesundheit hintenanstellen.“

    Ziel ist die Schaffung besserer Arbeits- und Versorgungsbedingungen an allen Krankenhäusern Bremens.

    Nach dem Vorbild der Pflegebündnisse in Berlin, Hamburg und Bayern strebt nun das Bremer Bündnis ebenfalls die Verankerung einer bedarfsgerechten Personalplanung als Qualitätsstandard im Bremischen Krankenhausgesetz (BremKrhG) durch einen Volksentscheid an. Dazu eine Sprecherin des Bündnisses, Ariane Müller: „Ich lehne die neue Verordnung von Spahn ab. Die bringt uns kein Stück weiter. Was wir brauchen ist eine patientenorientierte Personalbemessung.“

    Die InitiatorInnen des Volksbegehrens werden auf der Pressekonferenz Informationen zu Entstehung und Zielen des Bündnisses geben, problematische Entwicklungen im stationären Sektor aufzeigen, Erfahrungen mit der einhergehenden Arbeitsverdichtung schildern und den Ablauf des Volksentscheids erläutern.

    InitiatorInnen: Ariane Müller (Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus, Krankenschwester am Klinikum Bremen-Mitte), Jörn Bracker (ver.di Gewerkschaftssekretär, Fachbereich 3), Pauline Wildenauer (Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Ärztin am Klinikum Bremen-Nord), Roman Fabian (Mitglied Gesamtbetriebsrat der Gesundheit Nord, Klinikverbund Bremen), Peter Erlanson (DIE LINKE, Betriebsrat am Klinikum Links der Weser).