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    Beschäftigungssicherungstarifvertrag?!

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    Beschäftigungssicherungstarifvertrag?!

    Bremer Tageszeitungen AG

    Der Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG plant Massenentlassungen. Ohne ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Verlages auf den Tisch gelegt zu haben, will die Geschäftsleitung ganze Abteilungen abräumen und andere erheblich ausdünnen.

    Das wollen wir nicht! Daher haben wir den Vorschlag gemacht, durch einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag die Arbeitsplätze im Unternehmen zu halten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

    Dazu muss der Vorstand bereit sein:

    • Ein Beschäftigungssicherungskonzept gemeinsam mit uns zu erarbeiten, damit wir nicht alle paar Jahre vor die gleiche Situation wie heute stehen.
    • Die wirtschaftlichen Daten ohne Wenn und Aber offen legen, damit wir gemeinsam festlegen können, über welche Summen wir reden.
    • Für Rechtssicherheit zu sorgen, indem die branchenüblichen Verbandtarifverträge per Haustarifvertrag oder über eine Tarifbindung im zuständigen Verband anerkannt werden.
    • Für eine Absicherung der tariflichen Leistungen im Falle der Insolvenz zu sorgen.
    • Den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen für die Laufzeit des Tarifvertrages (mindestens fünf Jahre) mit uns zu vereinbaren.


    Derartige Zugeständnisse vom Vorstand wird es erfahrungsgemäß nicht zum Nulltarif geben. Daher müssen die Beschäftigten bereit sein über folgende Leistungen mit sich reden zu lassen:

    • Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich
    • Abstriche bei Jahresleistung, Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Zuschlägen

    Welchen tatsächlichen Umfang die einzelnen Positionen am Ende haben, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Das würden dann die konkreten Verhandlungen zeigen. Eines ist aus unserer Sicht jedoch klar: Wenn die wirtschaftliche Situation es erfordert und ein Zukunftskonzept für die Bremer Tageszeitungen AG auf dem Tisch
    liegt, dann sind zeitlich befristete Einschnitte für alle bei den Arbeitsbedingungen besser als Arbeitslosigkeit für viele.

    Solidarisch sind wir stark! Wir lassen uns nicht spalten und kämpfen gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze und gegen Unternehmerwillkür!