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    Schwere Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehrleute

    Feuerwehr Bremen

    Schwere Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehrleute

    Gemeinsame Stellungnahme der in der Feuerwehr Bremen vertretenden Gewerkschaften ver.di - DFeuG - komba zum Bericht von Frau Buse
    Feuerwehr Matthias Böckel Gemeinsame Stellungnahme der in der Feuerwehr Bremen vertretenden Gewerkschaften ver.di - DFeuG - komba zum Bericht von Frau Buse


    Wir sind uns sicher, dass es in der Feuerwehr Bremen keine rassistischen Strukturen gibt und sind uns gleichzeitig bewusst, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei solch einer großen Organisation Einzelne mit rechtsextremem Gedankengut tätig sein können. Hier müssen wir als Gemeinschaft jederzeit aufmerksam sein, damit dieses Gedankengut nicht in die Belegschaft eingebracht wird.

    Eine rassistische, diskriminierende Sprache hat in der Feuerwehr nichts zu suchen. Wir müssen sehr deutlich eine antirassistische Haltung vorleben – in unserem Handeln und in unserem Wortschatz.

    Frau Buse stellt jedoch in ihrem Bericht fest, dass es sich um Einzelfälle handelt und Einsatzkräfte der Feuerwehr jedem Menschen – unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Religion und sexueller Orientierung – in der Not helfen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass nicht die gesamte Feuerwehr Bremen unter Generalverdacht gestellt wird. Die Gleichstellung aller geschlechtlicher und sexueller Identitäten ist für die Feuerwehr eine große Herausforderung.

    Wir brauchen qualifizierte Frauen in Führungspositionen, wir brauchen einen deutlich höheren Durchmischungsgrad. Die Gleichstellung in der Entwicklung eines Leitbildes spielt eine eminent wichtige Rolle. Eine rein autoritäre Führungskultur ist nicht zeitgemäß. Ganz zu schweigen von offenbar unterdrückendem Führungsverhalten. Solch ein Umgang mit Mitarbeitenden ist inakzeptabel. Hier muss die Feuerwehr Bremen ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Wir müssen den Hebel umlegen, und eine transparente, unterstützende Führungskultur etablieren.

    Hierfür sind die ersten Weichen gestellt, durch einen Wechsel in der Leitung der Feuerwehr Bremen.

    Wir stellen fest, dass das Fehlverhalten nicht repräsentativ ist für alle Angehörigen der Feuerwehr Bremen.
    Wir weisen die öffentliche Generalverurteilung von uns und stellen uns gemeinsam schützend vor unsere Kolleginnen und Kollegen.