Nachrichten

    Warnstreik in Bremerhaven – größere Beteiligung als erwartet

    Öffentlicher Dienst

    Warnstreik in Bremerhaven – größere Beteiligung als erwartet

    300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben in Bremerhaven heute die Arbeit niedergelegt. Im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes zeigten sie mit einem 3-stündigen Warnstreik ihre Unzufriedenheit mit der Weigerung der Arbeitgeberseite, ein Angebot zu machen.

    Ver.di-Gewerkschaftssekretär Jörn Kroppach zeigte sich erfreut über die Beteiligung: „Wir hatten bis zu 200 Streikende erwartet. Dass es jetzt 300 geworden sind, zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen hinter den Forderungen stehen. Die Arbeitgeber müssen sich jetzt endlich bewegen.“

    Kroppach: „Es kann nicht angehen, dass sich die Politiker in Bremerhaven immer damit rausreden, die Stadt hätte kein Geld. Es sind ja genau die gleichen Parteien, die in Bremerhaven und die im Bund regieren. Wenn die Wirtschaft in der Krise ist, sagen die Regierenden, wir müssten den Gürtel enger schnallen, damit der Aufschwung wieder kommt. Wenn die Wirtschaft brummt, heißt es wir müssten verzichten, um den Aufschwung nicht zu gefährden. Für wie blöd halten die uns eigentlich? Darum sagen wir auch: Geld ist genug da! Wir sagen: Während die Reichen immer reicher werden, sollen wir uns in Bescheidenheit üben? Endlich her mit dem Geld! Verteilt endlich den Reichtum gerechter!“

    Neben Beschäftigten aus Schulen, Verwaltung, Kindertagesstätten, Bädern, der sozialen Arbeit, Entsorgungsbetrieben, Stadttheater, Polizei und Gartenbauamt waren auch Beschäftigte des Alfred-Wegener-Instituts, bremen ports, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt und der Marineoperationsschule dem Streikaufruf gefolgt.

    Für den Fall, dass der Arbeitgeberverband in der nächsten Verhandlungsrunde am 12. und 13. März kein akzeptables Angebot vorlegt, kündigte die Gewerkschaft ver.di einen ganztägigen Streik am kommenden Freitag in Bremerhaven an.

     

    • 1 / 3

    Nachrichten zur Tarifrunde ÖD 2018