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    Bekenntnis zu bezahlter Ausbildung

    Bürgerschaftswahl 2019

    Bekenntnis zu bezahlter Ausbildung

    Gewerkschaft ver.di fordert für Bremer Koalitionsgespräche Bekenntnis zu bezahlter Ausbildung

    Die Gewerkschaft ver.di fordert anlässlich der Sondierungsgespräche von den potentiellen Regierungsparteien CDU, SPD, Grüne. LINKE und FDP ein klares Bekenntnis zu einer bezahlten Erzieher*innen Ausbildung.

    Der Fachkräftemangel in Bremer Kindertagesstätten ist groß und viele freie Stellen sind derzeit in den Einrichtungen unbesetzt.

    Laura Stichweh, angehende Erzieherin im 1. Ausbildungsjahr betont: "Egal welche Parteien in den nächsten Tagen zu Gesprächen zusammenkommen - wir wollen, dass unsere Forderung dabei behandelt wird und sich die Parteien über eine Umsetzung verständigen". Sie ergänzt: "Viele in meiner Klasse müssen nebenher arbeiten oder erhalten eine Aufstockung vom Jobcenter. Das macht den wichtigen Beruf nicht gerade attraktiv. Dabei leisten wir einen so wichtigen Beitrag für die Zukunft der Kinder in dieser Stadt". 

    Den angehenden Erzieher*innen wäre eine Erhöhung der Plätze für die Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) nicht genug. Nonni Morisse, ver.di-Gewerkschaftssekretär für Auszubildende pflichtet bei: "PiA ist ein wichtiger Beitrag, um dem Fachkräftemangel in der Stadt entgegenzusteuern. Die meisten Erzieher*innen werden aber weiterhin in den Fachschulen ohne jede Vergütung ausgebildet. Dafür braucht es schnell ein Vergütungskonzept. Für gesundheitliche Therapieberufe wurde über die Trägerschaft der Krankenhäuser ja auch eine Lösung gefunden. Wir sind uns sicher: Angehende Erzieher*innen können auch ohne langwierige Berufsreform vergütet werden".

    Die Bremer Auszubildenden wünschen den Parteien erfolgreiche Koalitionsgespräche und fordern ein, dabei die Vergütung von Sorgearbeit in Bremen besonders zu berücksichtigen.

    Bremen, 29.05.2019