Jetzt seid Ihr dran!

    ver.di ruft in erster Welle gezielt Betriebe am 24. September …

    Tarifrunde ÖD 2020

    ver.di ruft in erster Welle gezielt Betriebe am 24. September zum Warnstreik in Verden auf

    Rabatz für gute Pflege. Bremen, 21. Juni 2017 Matthias Klump ver.di ruft in erster Welle gezielt Betriebe am 24. September zum Warnstreik in Verden auf


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Stadt und Sparkasse in Verden sowie ausgewählte Dienststellen des öffentlichen Dienstes in Verden zum Warnstreik auf. Es ist kein Warnstreikaufruf für alle Beschäftigten in Verden und Nienburg.

    Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes am letzten Wochenende gibt es kein Angebot. Zudem ist die Arbeitgeberseite immer noch der Meinung, Angestellte sollen über ihren Arbeitsplatz und Applaus froh sein. Nun reicht es den betroffenen Beschäftigten. Sie fordern zu Recht eine faire und zukunftsgerechte Bezahlung.

    Für Gewerkschaftssekretär Volker Selent ist das mehr als unverständlich: “Der öffentliche Dienst unterstützt das Land und die Gesellschaft in dieser herausfordern-den Zeit in besonderem Maße. Die Beschäftigten halten den Laden am Laufen. „Wer sonst sorgt dafür, dass die zahlreichen staatlichen Unterstützungen die Menschen erreicht? Die Einhaltung des Gesundheitsschutzes organisiert und gewähr-leistet wird, Sauberkeit im öffentlichen Raum garantiert ist und die Pflege der Alten und Kranken fortgeführt wird? Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen“. Und dabei setzen sich die Beschäftigten selber tagtäglich in den Bürgerämtern, Kitas und Sparkassen großen Risiken aus.

    Die Arbeitgeber aber wünschen sich offensichtlich eine konfliktorientierte Tarifrunde. Ver.dis Vorschlag aufgrund der Corona Pandemie, die Tarifverhandlungen ins nächste Jahr zu verschieben, wurde seitens der kommunalen Arbeitgeber abge-lehnt. Die Gründe für diese Ablehnung sind so einfach wie durchsichtig, so Susanne Hylla, Fachbereichssekretärin für Finanzdienstleistungen. Die Arbeitgeber - allen voran die Sparkassenvorstände - versuchen die Gunst der Stunde zu nutzen, um langfristige Tarifverträge zu niedrigen Konditionen abzuschließen. Denn sie glauben, ver.di schafft es nicht die Beschäftigten für ihre Forderungen zu mobilisieren.

    Ver.di fordert 4,8% mindestens jedoch 150 Euro, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Fortsetzung der ausgelaufenen Altersteilzeitregelung. Außerdem wird unter anderem die Angleichung der Arbeitszeit im Osten an die im Westen erwartet. Auch die besonderen Arbeitsbedingungen im Pflegebereich sind im Fokus und die Erwartungshaltung liegt bei 100% Verbesserung des Ist-Zustands.

    Die Demonstrierenden treffen sich am Donnerstag, den 24.09.2020 zur Kundgebung in Verden am Rathaus ab 10:00 Uhr.

    Am Platz vor dem Rathaus sollen sich die verschiedenen Einrichtungen und Abteilungen in kleinen Gruppen sammeln und diese wiederum Abstand voneinander halten. Ein Mund- und Nasenschutz ist zu tragen. Ver.di plant im Anschluss an dem Auftakt eine coronagerechte Menschenkette durch die Innenstadt.

    • 1 / 3

    Weiterlesen