Tarifrunde ÖD der Länder 2019

    Warnstreik bei der JVA Bremen

    Öffentlicher Dienst

    Warnstreik bei der JVA Bremen

    Die Gewerkschaft ver.di ruft die Tarifbeschäftigten und die Beamt*innen und Anwärter*innen der Justizvollzugsanstalt Bremen am Mittwoch, den 13. Februar 2019 ab 12.00 Uhr zu einem Warnstreik bzw. einer „aktiven Mittagspause“ an der Pforte der Justizvollzugsanstalt, Am Fuchsberg, 28239 Bremen auf.

    Mit einem Warnstreik und einer aktiven Mittagspause wollen die Kolleg*innen ihren Forderungen nach einer Tarif- und Besoldungserhöhung von 6%, mindestens 200 Euro, Nachdruck verleihen. Auch für die Auszubildenden und die Beamtenanwärter*innen wird eine Erhöhung der Bezüge von 100 Euro gefordert.

    Die besondere Situation der Kolleg*innen im Werk- und Sanitätsdienst muss sich in einer Verbesserung der Eingruppierung nach der Entgeltordnung der Länder wiederfinden. Die betroffenen Kolleg*innen wehren sich gegen die Hinhaltetaktik der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)  bei den Verhandlungen der Eingruppierungsmerkmale.

    „Die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf Beamt*innen und die Anwärter*innen ist das mindeste, was in Bremen geschehen muss. Dies langt aber für die dringend notwendige Attraktivitätssteigerung in vielen Bereichen nicht aus“ führt dazu Andreas Strassemeier, stellvertretender Vorsitzender des ver.di-Beamtenausschusses, aus.

    „Die Kolleg*innen aus dem Justizvollzug in Bremen fordern, dass ihre Zulagen endlich erhöht, dynamisiert und wieder ruhegehaltsfähig gemacht werden. Auch der belastende Dienst zu ungünstigen Zeiten (DUZ) muss beim Justizvollzugsdienst auf fünf Euro pro Stunde angehoben werden. Um zukünftig noch ausreichend Nachwuchs zu gewinnen, wird die Erhöhung des Anwärter*innensonderzuschlages von 50% auf 90% für alle dringend benötigt“, ergänzt Matthäus Fincke, ver.di-Betriebsgruppensprecher bei der JVA Bremen.

    „Zukünftig muss im Justizvollzugsdienst dringend die Eingangsbesoldung auf A8 angehoben werden. Die verlängerte Lebensarbeitszeit muss dabei aufgrund der besonderen Belastungen auf jeden Fall wieder verkürzt werden“ erläutert Sigrid Leidereiter, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin, die besondere Situation des Justizvollzugsdienstes im Landes Bremen.

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