Handeln. Für morgen!

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    Tarifrunde ÖD der Länder 2021

    Landesbeschäftigte streikten in Nienburg

    Am Warnstreik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg konnte ver.di-Sekretär Volker Selent eine hohe Beteiligung feststellen.
    Landesbeschäftigte streikten in Nienburg ver.di Landesbeschäftigte streikten in Nienburg


    Am Warnstreik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg konnte ver.di-Sekretär Volker Selent eine hohe Beteiligung feststellen.


    Klassischerweise waren die Straßenwärter aus den Meistereien aus Uchte und Lemke dabei. Überraschend war, dass sich weit mehr als 20 Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung solidarisch mit den Streikenden zeigten und zur Ansprache vor dem Verwaltungsgebäude mit herauskamen. In den letzten Wochen wurde intensiv über die Absichten des Arbeitgebers gesprochen. „ Er will die Axt an das Eingruppierungssystem anlegen“, so Selent. „Wird der Arbeitsvorgang wie von den Ländern beabsichtigt neu definiert, hätte dies unzählige Abwertungen von Tätigkeiten zur Folge.“ Dieses Verlangen der Arbeitgeber führt jedoch zu massiven Protesten bei den Beschäftigten. Ohne eine Systemänderung will die Tarifgemeinschaft der Länder kein Angebot zur Entgeltrunde machen, obwohl die Preissteigerung über 4% liegt. Ver.di lehnt es ab, eine Lohnsteigerung mit Herabgruppierungen zu finanzieren, und sieht sich durch die Warnstreikbeteiligung auch in neuen Bereichen bestätigt. „Jegliche Form der Beteiligung stärkt uns das Rückgrat bei den Verhandlungen“, so Selent. Eine gute Unterstützung erhielten die Streikenden auch durch Arbeitsniederlegungen bei der niedersächsischen Landesforst, so dass sich morgens an die 60 Landesbeschäftigte in Nienburg zur Streikkundgebung versammelten.  Ein Großteil fuhr dann auch gemeinsam nach Hannover, um den Wirtschaftsminister Althusmann aufzusuchen.

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