Handeln. Für morgen!

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    Tarifrunde ÖD der Länder 2021

    Beschäftigte setzen deutliches Zeichen vor der dritten TdL-Verhandlungsrunde

    Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen am 24.11.2021
    TdL-Warnstreiks am 24.11.2021 in Niedersachsen und Bremen ver.di TdL-Warnstreiks am 24.11.2021 in Niedersachsen und Bremen  – Kundgebung in Hannover im Frank Werneke


    Mehrere tausend Beschäftigte haben am Mittwoch in Niedersachsen und Bremen ein eindrucksvolles Zeichen vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Länder gesetzt. Mit zahlreichen Warnstreiks in beiden Bundesländern hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gemeinsam mit der GdP, der GEW und der IG BAU ihren Forderungen an die Arbeitgeber Nachdruck verliehen. Zentral waren die beiden Aktionen auf dem Opernplatz in Hannover und an der Schlachte in Bremen. Hauptredner bei der Kundgebung in Niedersachsens Landeshauptstadt war der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Werneke: „Die Beschäftigten spüren die Preissteigerungen jeden Tag beim Einkauf im Geldbeutel. Nur die Finanzminister scheinen das nicht mitzubekommen“, sagte Werneke. Die Arbeitgeber seien bislang auf Krawall gebürstet gewesen. „Es wird mit uns keinen Tarifvertrag geben, in dem es keine Verbesserungen für die Beschäftigten im Gesundheitsbereich gibt. Das verspreche ich euch“, rief Werneke den Streikenden auf dem Opernplatz zu.

    Insgesamt haben sich rund 5000 Landesbeschäftigte und Beamte aus verschiedenen Behörden an den Streiks und Aktionen beteilig. 2000 Menschen davon waren zu der Kundgebung auf Hannovers Opernplatz gekommen. Etwa 1800 Menschen bildeten in Bremen eine Menschenkette. Unter den Streikenden waren auch die Beschäftigten der Universitätskliniken in Hannover und Göttingen. In Leer sorgten unter anderem Brückenwärter durch die Sperrung der Jann-Berghaus-Brücke dafür, dass Autofahrer*innen lange Umwege in Kauf nehmen mussten. In Emden legten Beschäftigte von N-Ports ihre Arbeit nieder und sorgten für erhebliche Behinderungen im dortigen Hafen. In Nordhorn zogen Gewerkschafter*innen zum Wahlkreisbüro von Reinhold Hilbers, dem Verhandlungsführer für die Länder Tarifstreit der Länder und hielten dort eine Kundgebung ab.


    „Die Arbeitgeber haben nicht mehr lange Zeit, um zur Vernunft zu kommen“, sagte ver.di-Landesbezirksleiter Detlef Ahting bei einer gemeinsamen Zwischenkundgebung mit der GEW-Landesvorsitzenden Laura Pooth, dem GdP-Landesvorsitzenden Dietmar Schilff und Kai Schwabe von der IG BAU vor Niedersachsens Finanzministerium. „Legen Sie endlich ein Angebot vor, das Sie bis zum heutigen Tag verweigert haben“, sagte Ahting.

    Die Gewerkschaften fordern eine Steigerung bei den Tabellenentgelten um 5 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen sollen die Löhne sogar um 300 Euro monatlich angehoben werden. Die Azubivergütungen sollen um 100 Euro steigen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 27. und 28. November in Potsdam statt.

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